… und ab in den Wald

05.04.2018, 01:30 Uhr, Kyoto, Japan

Wir haben uns etwas mit unserem Host verquatscht, deswegen gibts heute erstmal nur wenige Worte.

Unser heutiger Ausflug führte uns noch weiter aufs Land hinaus. Dieses Mal war unser Ziel Nara. Genauer genommen der Nara-Park. Bei sommerlichen Temperaturen (und die hatten wir heute) ein sehr beliebtes Ausflugsziel.IMG_1354IMG_1360

Berühmt ist der Park vor allem für die heiligen Rehe, die ihn bevölkern. Diese kann man mit „Deer Cookies“, die es an jeder Ecke gibt, füttern.IMG_1388

Abseits der ausgetretenen Pfade fand sich auch etwas von der malerischen Ruhe der japanischen Landschaft wieder.IMG_1382

Als eine der ältesten Städte Japans, weist Nara auch eine Menge sehr alter Schreine und Tempel auf, die man alle aus Holz errichtete, da die Kunst der Steinarchitektur erst viele Jahre später in Japan populär wurde. Die meisten dieser Bauwerke befinden sich im Park. So auch eine der Hauptattraktionen, der Kofuku-ji. Leider war das Haupthaus gerade zwecks Renovierungsarbeiten in ein Baugerüst gehüllt, doch man konnte die wunderschöne 5. Stöckige Pagode betrachten. IMG_1356

Weiter im Inneren des heiligen Parkes gelegen fanden wir den Todaiji-Tempel. Dieser Tempel ist das größte jemals gebaute Holzbauwerk und das, obwohl er bei zwei Zerstörungen und Rekonstruktionen um rund ein Drittel kleiner wieder errichtet wurde.IMG_1368

Es ranken sich allerlei Mythen darum, warum ein Tempel von solch verschwenderischer Größe gebaut wurde. Jedoch vermutet man, dass der damalige Kaiser versuchte so eine Pockenepidemie einzudämmen.IMG_1374

Im Inneren des riesigen Tempels findet sich eine mindestens genauso riesige Buddhastatue aus Bronze. Auch hier heißt es, dass die Originale Statue um rund ein Drittel größer gewesen sein soll. Dennoch ist auch diese mit 16m Höhe und knappen 450t Gewicht sehr beeindruckend.IMG_1377

Ein weiteres Highlight des Parks ist der Kasuga-Schrein. Dieser ist vor allem für seine leuchtend roten Torgänge bekannt.IMG_1392

Nach Beendigung unseres regelrechten Wanderausflugs durch den Park, begaben wir uns schließlich langsam wieder Richtung Heimat – natürlich nicht ohne auf dem Weg dahin auf Souvenirjagd zu gehen. Nicht ganz unerfolgreich, wie wir anmerken wollen.

Ab ins Dorf

03.04.2018 14:00 Uhr, Kyoto, Japan

Eine neue Stadt für uns. Heute ging es mit dem Zug auf ein kleines Landdorf, welches mit läppischen 1,5 Millionen Einwohnern und 800.000km² Fläche daherkommt (zum Vergleich: München hat 1,4 Millionen Einwohner auf 300.000km²). Dennoch gibt es wenige große Hochhausschluchten und kaum topmoderne Einkaufscentren. Wir befinden uns im kulturellem Zentrum Japans: Kyoto. Doch zunächst begann unser Tag einmal mehr mit einer Fahrt mit dem Shinkansen. Dazu gehörte auch eine Bentobox als Mittagessen.IMG_1321

Danach ging es zu unseren Airbnb-Gastgebern, kurz ‚Hallo‘ sagen, Taschen abstellen und mit dem Bus zur ersten Station: Kinkaku-ji – der goldene Pavillion. Dabei viel uns vor allem die Eintrittskarte ins Auge. Dieses (zugegebenermaßen sehr schicke) „fast fälschungssichere“ Exemplar ist für läppische 400 Yen zu haben. IMG_1328

Trotz der Tatsache, dass man nur 20m von der Straße entfernt ist, hat man das Gefühl mitten in der Natur zu sein. Lediglich die Menge an Touristen erinnert uns an die Nähe zur Stadt. IMG_1330

Doch trotz der vielen Menschen strahlte der sehr gut gepflegte Garten um den Kinkaku-ji Ruhe aus. Leider ist es nicht gestattet, den Pavillion selbst zu betreten, der als Reliquienhalle für den Tempel dient. Doch die Anlage um den Pavillon herum, hatte noch mehr Wunderschönes zu bieten.IMG_1333IMG_1338

Hier seht ihr den buddhistischen Tempel des Kinkakku-ji.IMG_1347

Zur Entspannung war es möglich, in einem traditionellen Teehaus oder draußen bei angenehmen 27 °C, eine Tasse Matcha zu genießen. Dazu gereicht wurde eine kleine Süßspeise, welche mit Azukibohnenpaste (Anko) gefüllt war.IMG_1345

Auf dem kleinen Küchlein fanden wir zwei kleine Stück Blattgold und das Relief des goldenen Pavillions.IMG_1346

Nach unserem Ausflug und einer kurzen Rückkehr zur Unterkunft, stiegen wir kurzerhand auf Fahrräder um, die uns unser Gastgeber kostenlos zur Verfügung stellt. Kyoto ist bezüglich Fahrräder wohl das Amsterdam Japans und jetzt, da die Sonne nicht mehr so hoch stand, wollten wir die Umgebung noch ein wenig erkunden.

Hier überquerten wir den Takano und konnten einmal mehr die inzwischen letzten Züge der Kirschblüte betrachten.IMG_1350

Nach einem Stop in einem Restaurant für eine Schüssel Gyudon (eine Art Schmortopf, serviert auf Reis) wurde es allmählich dunkel und wir begaben uns auf eine weitere kleinere Erkundungstour. Leider waren jedoch die wenigsten Straßen so schön ausgeleuchtet wie diese hier, dennoch lasst euch versichern – den ein oder anderen bereits verdunkelten Schrein haben wir noch gesehen.IMG_1351

Gutes Essen und Chillen

02.04.2018 20:30 Uhr, Kobe, Japan

Nach jetzt fast einer Woche ununterbrochenem Erkunden entschieden wir uns für einen ruhigeren Tag. Nach einem entspannten Frühstück und einer kleinen Bummelei durch die Innenstadt von Kobe, fanden wir uns schließlich in einem Teppanyaki-Restaurant mit Kobe-Rind ein. Wir waren schließlich in Kobe – es wäre fast ein Frevel das auszulassen. Nach einigem Überlegen, entschieden wir uns für ein Stück Premium Kobe-Rind der höchsten Qualität und ein Stück der niederen, aber immer noch originalen Qualität.

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Hier sind die beiden Stücken, welche vor unserer Nase auf einer heißen Stahlplatte (Teppan) zubereitet wurden. Auch, wenn wir dafür ein kleines Vermögen ausgegeben haben – so war es doch jeder Bissen wert.IMG_1305

Nach weiteren Bummeleien entschieden wir uns mehrere Stunden später zu einem kleinen Kaffeetrinken, ehe es wieder nach Osaka gehen sollte. Für beide mit jeweils einem Stück Käsekuchen, welcher wirklich gänzlich anders (aber zugegebenermaßen deutlich besser) schmeckte als sein deutsches Äquivalent.IMG_1310

Für Tobias gab es nicht den üblichen Kaffee, sondern einen Frozen Matcha, den man wohl am besten mit einem Eiskaffee vergleichen kann. Statt Kaffee Matcha und statt Vanilleeis Matchaeis.IMG_1311

In Osaka an unserem Ausstiegspunkt der Ubahn angekommen, stolperten wir direkt in eine Art (Super)Markt, dessen Waren aber das KaDeWe vor Neid hätten erblassen lassen. So gab es neben frischestem Fisch (die Garnelen bewegten sich noch in der Packung) auch diverse andere Waren wie Gebäck, Süßspeisen, Fleisch, Gemüse, Obst… . Hier könnte man sich auch gut einschließen und alles aufessen – natürlich nur mit dem nötigen Kleingeld. Man merkte einmal mehr, dass in Japan deutlich mehr Geld für Essen ausgegeben wird, als bei uns daheim.IMG_1312

Nach langem Suchen des Ausgangs stellten wir einmal mehr fest, dass auch hier die U-Bahnstation fließend in ein riesiges Shoppingcenter überging – und dieses Shoppingcenter war gefühlt dreimal so groß wie ein Berliner Flughafen. IMG_1320

Auf dem Shoppingcenter führte eine kleine eigene Grünanlage den Besucher bis hoch in die obersten Etagen. IMG_1318IMG_1317

Angekommen in der obersten Etage hatte, man eine kleine Aussicht über Osaka, die vor allem die angrenzenden Autobahnen zeigte, welche sich über den kleinen Straßen zwischen den Häuserschluchten entlang schlängelte. IMG_1315

Nach einem abschließenden Bummel durch Denden-Town, dem anliegenden Szenebezirk, machten wir uns auf dem Weg zurück zum Hotel. Ein ruhiger Tag heute war eine ganz nette Abwechslung.

Nah am Wasser gebaut

01.04.2018 22:30 Uhr, Kobe, Japan.

Heute fuhren wir zu Japans Jugendstadt Nummer 1: Osaka. Jedoch beschlossen wir, dass wir uns langsam herantasten wollen und so begannen wir mit dem Tempozan – einem Teil des Hafenviertels, welcher mit seiner kleinen Grünanlage und einem Shoppingcenter zum Verweilen einlädt. Als Touristenattraktion bietet das Ferris Wheel (das zweitgrößte Riesenrad der Welt) eine Anlaufstelle für Sightseeing-Lustige. IMG_1267

Doch statt des Riesenrades entschieden wir uns für eine andere Attraktion in Hafennähe: Dem Kaiyukan.IMG_1270

Das Kaiyukan ist eines der größten öffentlichen Aquarien der Welt. Die erste große Station in diesem war wider Erwarten eine große tropisch angehauchte Halle, die einem japanischen Wald nachempfunden sein sollte.IMG_1283

In dieser fanden sich vor allem Otter, welche frisch nach der Fütterung noch immer aufgeweckt waren.IMG_1287

Der Rundgang durch das Aquarium führte durch das Hauptgebäude spiralförmig nach unten. Trotz unglaublicher Besuchermassen erhaschten wir den ein oder anderen Blick auf die Highlights des Aquariums: zwei Mantarochen und einen Wahlhai. Leider war es aufgrund der Lichtverhältnisse (und der Menge an Menschen) nicht möglich ein vernünftiges Bild von diesen Meeresriesen zu schießen.

Nach unserem doch recht langen Aufenthalt im Aquarium fuhren wir zum Szeneviertel der Stadt: Dotonbori. Die Häuserwände überboten sich gegenseitig in ihrer Menge an befestigter Werbung, welche (was insbesondere Nachts zur Geltung kam) zum Teil aus einfachen Bildschirmen bestand als auch beweglichen Figuren.IMG_1294

Heute mal wieder ein Bild vom Essen: Okonomiyaki. Diese Gericht wird auch gern als japanische Pizza bezeichnet, hat aber eignetlich nicht viel mit dieser gemein. Grundsätzlich wird ein Teig aus Wasser, Dashi, Mehl, Ei und Kohl angerührt und mit weiteren nach belieben wählbaren Zutaten vermischt. Anschließend wird dieser Teig auf einer heißen Eisenplatte gegrillt und noch mit japanischer Mayonaise, einer süßlichen Soyasoße und Ähnlichem getoppt. IMG-20180401-WA0001.jpg

Gut gesättigt stromerten wir noch ein wenig durch die Stadt ehe wir schließlich unsere nächste Station ansteuerten: ein Cat-Café. Dieses kleine Monster hatte sich bei Tobias auf dem Schoß breit gemacht.IMG_20180401_173809182.jpg

Als wir das Cat-Cafe schließlich verließen, erstrahlte Dotonbori in seiner ganzen Pracht.IMG_1303

Besonders jetzt wurden die Werbungen an den Wänden eindrucksvoll (an dieser Stelle waren wir gerade an einer Brücke über einen Kanal – deswegen ist da so viel Platz zwischen den Häusern).IMG_1299

Auf alten Pfaden

31.03.2018 20:00 Uhr, Kobe, Japan

Da Kobe nicht besonders groß und Japan ziemlich weit ist, ging es heute mit dem Shinkansen von Kobe nach Himeji. Dieses mal konnte ich bei der Einfahrt des Zuges ein Foto von der fast alienhaften Schnauze des Superexpress-Zuges erwischen.
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Gleich im Bahnhof begrüßte uns ein Modell dessen, wofür Himeji eigentlich so berühmt ist: seine Burg. IMG_1211

Beim verlassen des Bahnhofs prangte auch direkt die Burg am Horizont, welche den Beinamen  Shirasagijō („Weißer-Reiher-Burg“) trägt. Diesen Namen verdiente sie sich vor allem durch die weißen Wände. IMG_1216

Die ersten Gebäude der Burganlage wurden bereits 1346 erbaut. 1580 erfolgte eine sehr große Erweiterung, welche auch gern als eigentliche Erbauung der Burg Himejis angesehen wird. Sie dient als Musterbeispiel für japanischen Burgenbau und hat sagenhafte 6 Stockwerke, wobei sich zwei riesige Pfeiler aus Holz vom Erdgeschoss bis in den 6. Stock ziehen. Eine weitere Besonderheit der gesamten Burganlage ist ein entscheidender Verteidigungsmechanismus. Denn neben Schießscharten, schweren Toren und hohen Mauern war die Burg wie ein Labyrinth angelegt worden und enthält im jetzigen Zustand 25 verschiedene Tore. Zudem beträgt die Luftlinie vom Eingang zur Hauptburg lediglich 130m, durch die Gesaltung der Anlage jedoch sind es mindestens 325m.IMG_1221

Ein langer Wehrgang war komplett betretbar und ließ uns einen Vorgeschmack darauf erhaschen, wie diese Burg verteidigt und in ihr gelebt wurde. So stießen wir auch auf den Kesho Yagura, einen Turm von dem gesagt wird, dass Prinzessin Sen, die Enkelin des ersten Tokugawa Shoguns, hier betete.IMG_1225

Auch die Burg selbst ist komplett betretbar. Aus den Fenstern heraus bietet sich ein Blick auf Japaner, die im Park der Burg zusammenkommen, um unter den fast 1000 Kirschbäumen zu picknicken.IMG_1228

Vom obersten Stockwerk aus hat man eine Sicht über ganz Himeiji.IMG_1233

Da wir beim Beisteigen der Burg immer mehr Japaner beim Picknick sahen, beschlossen auch wir etwas zu essen. Wir entschieden uns für diesen kleinen Laden, in dem vielleicht 20 Gäste unterkommen konnten. Aufgrund der geringen Anzahl an Plätzen, bildete sich bereits eine kleine Schlange vor dem Geschäft. Es gab lediglich zwei Gerichte auf der Karte (kleine Karten sind sehr üblich in Japan): Chicken-Curry und Spezial-Curry, dessen Inhaltsstoffe wir, trotz der netten Erläuterung der Bedienung, wir nicht verstanden. Allgemein ist Curry kein rein indisches Essen – jedes asiatische Land hat im Laufe der Zeit seine eigene Version entwickelt und so genossen wir heute eine Portion japanisches Curry. Das Warten auf einen freien Platz hatte sich wirklich gelohnt!IMG_1246

Gut gefüllt machten wir uns schließlich auf den Weg zum Koko-en. Das ist ein kleiner Garten im Stile der Edozeit (1603-1868). Erbaut wurde der Garten allerdings erst 1992 zum 100. Gründungstag der Gemeinde. So gab es einen Garten mit traditionellem Teehaus, einen Garten mit Bonsais, mit Sommerbäumen, mit Bambus und, und, und. Alles war sehr liebevoll gestaltet. Leider hatten wir unterwegs die Kamera verstellt (ohne es zu bemerken), weswegen auf allen folgenden Bildern von heute ein unschöner Datumsstempel zu sehen ist. Hier seht ihr ein Foto vom „Hofgarten“, welcher direkt an die Residenz des Fürsten angrenzt.IMG_1258

Positiv fiel der Garten mit Pinienbäumen auf, da es in den meisten anderen Gärten schlicht noch an Blättern an den Bäumen fehlte, welche sich wohl erst in ein paar Wochen zeigen werden.IMG_1262

Erschöpft von unserem Burgbesuch fuhren wir am späten Nachmittag schließlich zurück nach Kobe. Nach wie vor waren wir vom japanischen Curry gut gesättigt, aber die 30 min im Zug zeigten, wie müde wir wirklich waren. Also entschlossen wir uns, der japanischen Café-Kultur auf den Grund zu gehen und bestellten neben Kaffee noch diese furchtbar leckeren „Kleinigkeiten“. Es war zum Dahinschmelzen! Eine gemütliche Atmosphäre und diese leckeren Naschereien verleiteten zum Verweilen und so war das unsere letzte Station für heute.IMG_1265

Touristentraum und -falle

30.03.2018 23:00 Uhr, Kobe, Japan

Wir sind heute nicht mehr in Tokyo. Unser heutiger Tag begann mit unserem Check-Out von unserem Airbnb. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Moko, dass sie uns so freundlich bei sich aufgenommen hat und vielen Dank für das fröhliche Bier am zweiten Abend!

Schwer mit unseren Koffern beladen fuhren wir U-Bahn zum eigentlichen Hauptbahnhof von Tokyo. Laut Aussage eines Youtubers dauert es von der Ubahn zum eingentlichen Schnellzug mindestens 15 min – nicht nur weil der Bahnhof riesig ist. Nein, man muss auch ganz schön suchen. Wir haben fast eine halbe Stunde gebraucht.

Aufgrund unseres Vorwissens sind wir natürlich deutlich früher am Bahnhof gewesen – auch um genügend Zeit bei der Auswahl einer geeigneten fertigen Bentobox im Supermarkt zu haben, welche unser Mittagessen im Zug sein würde.

Dann endlich hoch zum Gleis, warten, bis die Servicekräfte den Zug freigeben (ja jeder Zug wird vor Beginn seiner Reise gründlich gereinigt) und einsteigen. Auf in den Shinkansen! Immer wieder streifte eine Zugbegleiterin durch das Abteil, fragte Gäste, ob sie etwas trinken möchten und war zurecht gemacht, wie man es sonst höchstens von Stewardessen kennt. Wann immer sie das Abteil verließ, drehte sie sich in der Tür noch einmal um und verbeugte sich vor allen Fahrgästen, erst dann ging es für sie weiter in den nächsten Wagen.

Unterwegs war leider gar nicht so viel zu sehen, da die Strecke gut befestigt und an langen Strecken mit Schutzdämmen oder -wällen versehen worden war. So konnten wir den im Reiseführer versprochenen Blick auf Fuji-San leider wieder nicht erhaschen. Ebenso spielte natürlich das Tempo mit. Mit dem Auto wären es laut Google 528km. Mit dem Shinkansen schafften wir die Strecke in etwas mehr als drei Stunden. Liebe Deutsche Bahn: lasst euch doch von den Japanern zeigen, wie man Hochgeschwindigkeitsstrecken baut… und Service anbietet.

Dann endlich in Kobe hieß es: Koffer in die Hand und loslaufen. Nach 3h Fahrt entschieden wir uns für rund 40min Fußmarsch durch Kobe. Hier seht ihr die erste Aussicht, welche wir vom deutlich höher gelegenen Bahnhof hatten.IMG_1200

Dann ins Hotel einchecken, Sachen verstauen und wieder losziehen. Schließlich wollten wir heute noch etwas von Kobe sehen und etwas warmes essen. Vom Stadtbild her würden wir Kobe wohl am ehesten mit Berlin vergleichen. Nicht so hoch, nicht so laut, nicht so voll wie Tokyo. IMG_1207

Unser Ziel innerhalb Kobe war Nankin-Machi, Kobes Chinatown. Durch rote Lampions und ein entsprechendes Tor gekennzeichnet leicht zu finden.IMG_1203IMG_1205

Im Zentrum von Chinatown findet sich ein kleiner steinerner Pavillion. Er enthält die Gravierungen der 12 chinesischen Sternzeichen und markiert nicht nur ein kulturelles Zentrum, sondern tatsächlich auch das geografische Zentrum von Nankin-machi.IMG_1204

Während wir durch Chinatown streiften, hungrig und auf der Suche nach einer englischen oder einer bebilderten Karte, wurden wir von einer, im Nachhinein betrachtet, sehr aufdringlichen Frau in ihr Restaurant gelockt. Von Kobe-Rind bis Haifischflosse über Seegurke hätte man für ein kleines Vermögen alles bekommen können. Wir entschieden uns jedoch für eine kleine Portion Krabbenschere und etwas mariniertes Schwein. Während wir uns dort niederlaßen und uns langsam klar wurde, warum der Laden so leer war, wurde ein scheinbar japanisches Touristenpärchen von der Frau ebenso wie wir in den Laden gelockt. Mittlerweile war unser Essen gekommen und man muss zugeben, die Qualität dieses war keiner unserer Kritikpunkte. Allerdings gab es einige Verwunderung, als der Koch (oder Gehilfe oder Kellner oder … was auch immer) den Laden verließ und kurze Zeit später mit einer Portion Gyoza den Laden wieder betrat… und diese Portion dem eben erwähnten Pärchen auf den Tisch stellte. Wir hatten den Herren durch die Tür kommen sehen und begannen darüber zu kichern. Die Japaner begannen scheinbar etwas zu ahnen und als wir schmunzelnd zu ihnen hinübersahen, war auch für die Beiden kein Halten mehr. In diesem Moment waren wir uns wohl alle bewusst geworden, dass wir diesen Laden besser nicht betreten hätten.

Also aufgegessen, Sachen gepackt, mit der Rechnung (ein Zettel auf den alles irgendwie draufgekritzelt war) zur Kasse und zahlen. Der Koch (Gehilfe, Kassierer, Kellner, was auch immer) fing plötzlich an stark nachzudenken, wie viel hatten die europäischen Gäste denn nun zu zahlen? Nach einer Anweisung der Ladenbesitzerin in Chinesisch (die beiden sprachen übrigens auch Japanisch nur mit einem furchtbaren Akzent, den selbst wir nach einer Woche Tokyo hörten und den auch die Japaner etwas befremdlich fanden) begann er eine unglaubliche Zahlenjonglage. 2700 Yen. Für Essen, was nach Karte maximal 1750 Yen gekostet hätte. Wie diskutiert man jetzt mit jemanden, der scheinbar weder Englisch noch Japanisch versteht und uns die Preise nur auf seiner chinesischen Karte zeigt? Macht man sich die Mühe und fängt an zu diskutieren? Murrend und uns ärgernd zahlten wir. Scheinbar kann man auch in Japan abgezockt werden (wenn auch in diesem Fall von einem chinesischen Bistro).

Zwischen Protz und Anime

29.03.2018 22:15 Uhr, Tokyo, Japan

Feeling wie in Singapur. Riesige Stahl-und-Glas-Konstruktionen beherbergen Edelshops (und das obligatorische Starbucks und McDonalds). Unser Ziel heute war Roppongi. Die erste Anlaufstelle könnt ihr hier sehen: Tokyo Midtown. Ebenfalls hier beheimatet ist übrigens auch das Ritz Carlton und der Firmensitz von Konami.IMG_1186

Tokyo Midtown wurde übrigens auf gerade mal 7 Hektar Land errichtet, besitzt jedoch unzählige Etagen, sowohl über der Erde, als auch unter dieser, in denen man shoppen, essen und viel viel Geld lassen kann.IMG_1188

Direkt um die eigentlichen Glasungetüme gelegen befinden sich einige kleinere Grünflächen, auf denen sich mehrere Grüppchen von Japanern bei Champanger zum Picknick eingefunden hatten.IMG_1185

Natürlich gerade ein absolutes Highlight: die vielen blühenden Kirschbäume rund um die Gebäude.IMG_1184IMG_1177

Im Inneren begeisterten uns vor allem die Läden für Feinkost. Die Fotos sind in einem Laden entstanden, der in Deutschland wohl von der Aufmachung her einem Perfetto entsprechen würde. Es ist in Japan üblich keine Blumen zu schenken, sondern stattdessen lieber Obst. Umso mehr bezahlen Japaner für gutes Obst und Gemüse. So haben wir  in einem Laden, welcher sich auf solches „Schenkobst“ spezialisiert hat, weiße Erdbeeren (der gesamte Laden roch richtig intensiv nach frischen Erdbeeren) für lächerliche 1.300 Yen (rund 10 Euro) das Stück gefunden. Ebenso konnten wir an dieser Stelle auch einmal die berühmten eckigen Wassermelonen betrachten.IMG_1176IMG_1174

Unsere zweite Adresse in Roppongi waren die Roppongi Hills. Ebenso wie Tokyo Midtown ist es eine Ansammlung von riesigen Glasbauten mit allem, was das Herz begehrt. Auch fühlt sich hier das Tokyo Hyatt heimisch (als wir zuletzt geschaut hatten lag der Preis für ein Doppelzimmer bei 780€ ohne Frühstück).IMG_1189

Nach unserer Tour vorbei an allem, was unser Magen begeehrte, machten wir uns auf den Weg nach Ikebukuro. Auf dem Weg über die Terassen eines weiteren Shopping Centers entdeckten wir diese kleinen Dörfer, welche zwischen den Treppen gebaut worden waren.IMG_1192

Unser eigentliches Ziel in Ikebukuro war allerdings nicht das Shoppingcenter selbst, davon hatten wir ja heute schließlich schon ein paar. Nein, unser Ziel war unter anderem das Mega Pokecenter in Tokyo! Hier konnte man alles kaufen, was auch nur im entferntesten mit Pokemon zu tun hat. IMG_1194

Die letzte Station war die JP-World. Dieser „Indoor-Themenpark“ bietet Naruto/One-Piece/Dragonball-Fans alles, was das Herz begehrt. Zugegebenermaßen war es ziemlich albern. Und ja, fast alle Erwachsenen da waren Eltern in Begleitung ihrer Kinder oder Touristen. Aber es war super lustig. So machten wir uns zwischendurch auf die Suche nach den Dragonballs, erlernten das Kamehameha und schossen mit dem „Joy Beam“ auf Muscheln. Persönliches Highlight war ein VR-Flug auf Jindujun, der Wolke von Son Goku aus Dragonball – mit einer 3D-Brille auf einer beweglichen Plattform durch die virtuelle Welt. Hier auf dem Foto wird der ein oder andere Dragonballfan vielleicht eine der Raumkapseln wiedererkennen, mit denen die Sayajins auf der Erde landen.IMG_1195

Auf Pilgerfahrt

28.03.2018 23:30 Uhr, Tokyo, Japan

Das heute Ziel war Asakusa – insbesondere der Asakusa-Tempel mit dem großen roten Lampion. Als eines der Highlights Tokyos war er extrem gut besucht. Hier seht ihr das Tor des Schrein, bewacht vom Gott des Donners und vom Gott des Windes.IMG_1127

Der Weg vom Tor zum eigentlichen Tempelgelände war voll mit Straßenhändlern, die allerlei Mitbringsel und Naschereien versuchten an den Mann zu bringen. So hatte man das Gefühl eher auf einem Straßenfest zu sein als auf dem Weg zu einem Tempel.IMG_1128

Auf dem Weg zum Tempel begegneten wir diversen Gläubigen, welche hier ihre Wünsche auf Papier schrieben und verbrannten – so, dass der Rauch zu den Göttern aufsteigt und ihre Wünsche dabei mit nach oben trägt. IMG_1131

Wir kehrten später am Abend zurück zum Tempel, weswegen ihr hier noch ein paar Bilder in schöner Beleuchtung und mit deutlich weniger Touristen bestaunen könnt.IMG_1168

Bereits bei Tage schön anzusehen war die mehrstöckige Pagode, welche den Tempel überragt.IMG_1164

Direkt neben dem buddhistischen Tempel befindet sich ein Shinto-Schrein. Dieser wurde ebenso wie der Asakusa-Tempel von zwei Fischern gegründet, in deren Netze sich eine heilige Statue verfangen hatte.IMG_1139

Typisch für Shinto-Schreine sind die Wasserbrunnen mit heiligem Wasser. Mithilfe dieses Wassers, was man sich über die Hände schöpft, soll man seine Hände (und ggf. seinen Mund) vor dem Gebet reinwaschen.IMG_1140

Eine U-bahnstation entfernt lag unser nächstes Ziel: der Ueno-Park. Er ist das Äquivalent zur Berliner Museumsinsel und beherbergt unter anderem das Tokyo National Museum mit den wichtigesten Kunstschätzen Japans. Da wir glücklicherweise zur Kirschblütenzeit in Japan sind, war der Park sehr voll. IMG_1141

Ein weiteres Museum, welches wir in Ueno fanden und auch besuchten war das National Museum of Science and Nature. Dieses rühmt sich unter anderem mit diesem Wasserdinosaurier. Das besondere an Museen in Japan ist, dass es in jedem Raum mindestens zwei „Volunteer Guides“ gab. Diese waren meist Rentner, die ehrenamtlich den Besuchern den Inhalt der Ausstellungen näher brachten. IMG_1145

Von Ueno aus ging es weiter nach Akihabara – dem Elektronikviertel Tokyos. Dort stöberten wir nach Cosplay und schlugen uns durch riesige Elektronikstores (wo wir eine Weile die Massagesessel testeten).IMG_1153

Die letzte Station bevor es, wie bereits gesagt, wieder nach Akasuka ging, war der Tokyo Sky Tree. Ein riesiger Turm mit Aussichtsplattform und einer Höhe von schwindeligen 643m. IMG_1154

Auch wenn wir nicht oben auf dem Sky Tree waren, so hatte man auch schon von den unteren Plattformen aus eine wunderschöne Aussicht auf Tokyo bei Nacht.IMG_1157

Hochhausschluchten in Shinjuku

27.03.2018 21:45 Uhr, Tokyo, Japan

Unser zweiter Tag begann mit ausreichend Schlaf nach einem Überbleibsel vom Jetlag und einem aufregenden ersten Tag in der großen Stadt.

Voller Enthusiasmus machten wir uns auf nach Shinjuku. Shinjuku ist das Viertel, in dem die lokale Regierung der Präfektur Tokyo ihren Sitz hat. Ebenso haben sich hier auch viele japanische und internationale Firmen niedergelassen. Dies machte sich vor allem durch eine vermehrte Anzahl an Anzugträgern bemerkbar, sowie einige, doch überraschend wenig mit Werbung ausgestattete, Straßen. Das beeindruckenste an Shinjuku jedoch sind die Hochäuser. Alles in allem erinnerte uns diese Seite Tokyos an Singapur.

Hier unser Weg ins Viertel vom Bahnhof aus (welcher bereits größer ist als manch ein Flughafen).IMG_1048

Unterwegs ging es auch vorbei an einigen Kirschblütenbäumen, welche besonders vor großen firmeneigenen Hochhäusern zu finden waren.IMG_1050

Zwischen Hochhäusern und Highway fand sich jedoch auch der ein oder andere Shinto-Schrein wieder. Die nach altem Stil gebauten Gebäude wirkten fast etwas fehlplaziert und boten einen krassen Kontrast zum neumodischen Tokyo.IMG_1051

Unser erstes Ziel in Shinjuku war das Rathaus (eigentlich Verwaltungsgebäude der Präfektur Tokyo). Dieser schmucke Bau von 1991 besteht aus zwei Gebäuden, welche wirklich riesig sind und den Steuerzahler knapp 1 Mrd. Euro gekostet hat. Hier seht ihr eines davon.IMG_1053

Das tolle am Rathaus ist, dass man ohne Kosten ins 42. Stockwerk fahren kann, von wo aus man eine wunderschöne Aussicht über Tokyo hat. An besonders guten Tagen kann man sogar den Fuji von hier aus sehen. Leider hatte sich ein leichter Schleier in die Luft gelegt, weswegen wir keine ganz so klare Sicht hatten. Aber immerhin konnten wir bis zum Yoyogi-Park und zum Meiji-Schrein sehen, den wir gestern  besucht hatten.IMG_1066

Direkt neben dem Verwaltungsgebäude liegt ein kleiner Park, welcher wohl auch gern von den Angestellten zur Pause genutzt wird. Sogar einen eigenen kleinen Wasserfall, den „Shinjuku Niagara Fall“, gibt es hier.IMG_1073IMG_1072

Ebenfalls im Park bzw. an dessen Rand befindet sich ein Shinto-Schrein.IMG_1074IMG_1075

Typisch für die Schreine sind natürlich die Holztäfelchen mit den guten Wünschen, welche von den Priestern an die Götter herangetragen werden.IMG_1079

Die nächste Anlaufstelle war der Shinjuku National Garden. Nach rund 5 min Wartezeit am Einlass und 200 Yen Eintritt eröffnete sich uns ein weitläufiger Garten. Dieser war in drei Teile aufgeteilt: einem englischen Garten, einem im französischen Stil angelegten Teil und einem traditionell japanischen Garten. Verwaltet wird der National Garden vom Ministerium für Landwirtschaft. IMG_1084

Für einen „Park“ war viel los – viele Menschen kamen mit kleinen Picknick-Paketen und entspannten hier. Tatsächlich stehen die Bäume an vielen Stellen so hoch, dass man kaum mehr das Gefühl hat mitten im schlagenden Herz einer Millionenmetropole zu sein.

Typisch für den japanischen Garten waren natürlich die kleinen Holzbrücken, welche über Teiche mit Koifischen führten.IMG_1086

Auf dem Rückweg zum Ausgang fanden wir sogar eine rote Kamelie.IMG_1088

Danach kam das persönliche Highlight: das Samuari-Museum in Kabukicho. Leider verpassten wir die Schwertzeremonie, konnten aber noch an einer geführten Tour teilnehmen, welche uns an vielen echten Rüstungen und Schwertern sowie einigen Replikationen vorbei führte. Tobias hatte das Glück der Auserwählte zu sein, an dem gezeigt wurde wie man Helm und Maske aufsetzt. IMG_1093

Die letzten Stunden verbrachten wir in den Straßen von Kabukicho – dem Rotlichtviertel Tokyos. Auch hier galt vor allem: alles ist bunt und vor allem viel los. Pünktlich fanden wir auch Godzilla auf dem Dach eines Kinos, jede volle Stunde erneut einen „Angriff“ auf die japanische Hauptstadt startet. Leider haben wir bisher nicht die Möglichkeit Videos auf WordPress hochzuladen, deswegen Youtube. Allerdings erreicht ihr das Video nur über den Link https://youtu.be/CSzHYp6XA_s [YouTube].

Shibuya – here we go

Für den ersten „richtigen“ Tag Japan hatten wir uns Shibuya, einen Stadtteil in Tokyo, als Ziel ausgesucht. Dieser wird eingerahmt von Hochhäusern über und über, voll mit Werbeanzeigen, welche – auch mit Ton – versuchen Aufmerksamkeit zu erregen.

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Besonders berühmt berüchtigt ist Shibuya für die „Drängel-Kreuzung“. Leider können wir hier keine Videos zeigen – aber Youtube kann es: https://youtu.be/v3Pn5bdAGQ8 [YouTube].
Ebenfalls bekannt ist der Platz für die Statue von Hachiko [Wikipedia].

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Auch sahen wir in Shibuya die ersten Kirschbäume blühen.IMG_0994

Ansonsten lässt sich der erste Eindruck vor allem in einen Wort beschreiben: bunt. So haben wir unterwegs eine Apotheke gefunden, welche hierzulande fast als Süßigkeitenladen durchgehen könnte. Ebenso farbenfroh halten sich zum Teil auch die öffentlichen Verkehrsmittel, (und natürlich mit treuem Gedenken an Namensgeber) wie dieser Bus der Hachiko-Linie.IMG_1001IMG_0997

Ein weiteres Wort, mit dem man Japan beschreiben kann: viele, viele, viele Menschen. Man sollte sich an dieser Stelle den Berliner Ku’damm vorstellen. Mit doppelt so vielen Menschen – wenn das mal reicht.IMG_1032

Eine hübsche Abwechslung nach unserem Umherstromern zwischen den Geschäften und Menschen bot der Yoyogi-Park. Der Park war ursprünglich der Exerzierplatz der kaiserlichen Armee und erstrahlt nun in einem Meer von Kirschblüten. Die Japaner (und auch Touristen) nutzen das warme Wetter, um unter den Bäumen zu picknicken und zu entspannen. Wir nutzten die Gelegneheit für den ersten Sonnenbrand des Jahres.IMG_1005

An den Yoyogi-Park angrenzent befindet sich die Park- und Gartenanlage des Meiji-Schreins. Der Weg zum Schrein wird durch große Holztore (Torii) gewiesen. Gewissenhafte Shintoisten verbeugten sich vor jedem Torii, um den hier geehrten Seelen von Kaiser Meiji und Kaiserin Shoken ihre Ehre zu erweisen.IMG_1016IMG_1017

Ehre wird auch durch verschiedene Sake-Produzenten erweisen, welche jedes Jahr teils mehrere Fässer Sake zur Ehre des Kaisers und seiner Gemahlin opfern.IMG_1020

Gegenüber des Sake findet man eine Reihe von Burgunder-Fässern. Ähnlich dem Sake sind auch sie ein Opfer für den Kaiser und seine Frau. Der Kaiser Meiji gilt als Begründer des weltoffenen und industrialisierten Japans. Besonders schätzte er westliche Speisen und genoss dazu gern einen französischen Burgunder. IMG_1021

Das Haupttor des Schreins  (leider ist der Bronzesockel desselbigen in Restauration begriffen) führte uns in dessen großzügigen Innenhof.IMG_1025

Gegenüber des Haupttores befindet sich der eigentliche Schrein, an dem viele Shintoisten Opfer dar brachten. Ebenfalls wurden etwas weiter abseits auch gute Wünsche aufgeschrieben, so dass die Priester diese Wünsche an die Götter übermitteln können. IMG_1026IMG_1027

Nachdem wir lange in Shibuya umhergewandert waren, wurde es langsam dunkel. Besonders jetzt kam erst die Farbenfreude der Japaner bezüglich Werbung zur Geltung. Jedes Schild leuchtete, blinkte und hatte im Idealfall noch einen Lautsprecher angeschlossen.IMG_1041IMG_1042IMG_1043

Aber in dieser späten Stunde entdeckten wir auch die erste rosane Kirschblüte.IMG_1040